Zum Frühstück frische Papaya, dann durch den Dschungel zur Arbeit

Unser Produktmanager Leon war am Produktionsstandort in Ghana, wo unsere Bambusrahmen gefertigt werden. Die Eindrücke seiner 12-tägigen Reise haben wir hier für euch zusammengefasst und erklären, was die Menschen, das Projekt und das Land aus Leons Sicht so einzigartig machen.

Nach langem Flug landet Leon endlich in der, für einen Europäer, chaotischen, aber doch irgendwie funktionierenden Hauptstadt Ghanas: Accra. Es ist September und die Regenzeit sorgt für relativ gemäßigte Wetterverhältnisse, wenn da nicht die starken Regenfälle wären. Einheimische können nach ihnen schon fast die Uhr stellen. Abgesehen vom Wetter gibt es jedoch ein paar Herausforderungen, bevor Leon sein Ziel erreicht. In Ghana gibt es kein ausgebautes Schienennetz. Das Reisen bei den ghanaischen Straßenverhältnissen ist eine echte Geduldsprobe, dazu kommt die "offensive Fahrweise" der Busfahrer. Sechs Stunden dauert die Fahrt bis in die Stadt Jamasi. Aus der Kleinstadt, welche eine Bevölkerung von 8.000 Menschen zählt, wird Leon die nächsten Tage mit dem Bus zum Fabrikgelände des Yonso-Projekts abgeholt.

in der Yonso Project Model SchoolZweck seiner Reise ist es, sich ein Bild der Lage vor Ort zu verschaffen. Auch der Kontakt mit den Kolleg*innen aus der Rahmenproduktion darf natürlich nicht zu kurz kommen. Erstes Highlight ist für Leon die Übergabe von Laptops an die Yonso Project Model School. Durch die Unterstützung es my Boo Ghana School e.V. konnte die Schule 2019 fertiggestellt werden. Kindern eine Perspektive schaffen ist ein Ziel, für welches kein Weg zu weit ist. Schon am nächsten Morgen offenbart sich ein besonderes Ereignis: Der Weg zur Arbeit führt durch eine traumhaft hügelige Dschungellandschaft, welche Leon die nächsten Tage Morgens in all seiner Pracht und Artenvielfalt genießen darf.

In der Produktion angekommen, warten bereits viele fertige Bambusrahmen auf Leon, welche alle innerhalb der nächsten Tage geprüft werden müssen, ehe sie auf Seeweg nach Kiel verschifft werden. „Ich finde es beeindruckend, wie wissbegierig die ghanaischen Mitarbeiter*innen in der Manufaktur sind“. Da macht es einfach Spaß, gegenseitiges Wissen zu teilen und gemeinsam noch besser zu werden. Auch während dieses Besuchs sorgt Leon dafür, dass die Standards für unsere Bambusrahmen optimal eingehalten werden.

Der Bambus für den Rahmenbau wird vor Ort geschlagen und gelagert. Hier sind bestimmte Lagerbedingungen notwendig, damit der Bambus sich nicht verzieht oder Feuchtigkeit aufnimmt. Mithilfe von Rahmenlehren werden die verschiedenen Rohrzuschnitte zu einem Bambusfahrrad-Rahmen verbunden, bevor sie mit Hanfseilen verstärkt werden. Diese Rahmenlehren kontrolliert und optimiert Leon zusammen mit den Mitarbeitern, wie auf dem Foto zu sehen ist.Leon-MA Abweichungen von Fertigungstoleranzen können so auf ein Minimum reduziert werden. Ein besonderes Augenmerk dieser Reise liegt auf den Rohrverbindungen. E-Bike-Rahmen sind einer besonders hohen Belastung ausgesetzt. Zudem weisen unsere E-Bikes teils anspruchsvollere Konfigurationen auf, welche eine besondere Aufmerksamkeit während des Fertigungsprozesses bedürfen. Das i-Tüpfelchen der Bambusrahmen ist die Lackierung. Leon kontrolliert das richtige Mischverhältnis der Grund- und Finish-Lackierung damit das Bambusfahrrad seinen Charme in vollem Glanz präsentieren kann - und vor äußeren Einflüssen geschützt ist. Noch mehr über die Produktionsschritte bei unseren Bambusfahrrädern erfährst du übrigens hier.

Während der Mittagspausen wird sich angeregt über Reisen, Religion und die Träume der Menschen ausgetauscht. „Es gibt in Ghana ein stark ausgeprägtes Verständnis von Gastfreundschaft. So wird man regelmäßig mit einem netten 'You’re invited' dazu eingeladen, die Mahlzeit oder auch das Getränk untereinander zu teilen und zu genießen. Die Gastfreundschaft und Offenheit der Menschen lerne ich in Ghana besonders zu schätzen“, erzählt Leon. Das Treiben der Stadt auf Food-Markets und die köstlichen Kochbananen lassen ihn schon mit Vorfreude auf den nächsten Besuch blicken.Mitarbeiter der Manufacture

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