In Ghana gehts voran!

Ende Februar ging es für einige Mitglieder unseres Teams wieder nach Ghana. Und das mit einem prall gefüllten Terminplan, denn es gab einiges zu erledigen und zu erleben.

Die Reise führte Maximilian, Jonas, Chris, Jannis und unseren Fotografen des Vertrauens Robert (vom Fahrradmagazin We Ride Leipzig) von Hamburg über Istanbul in die Hauptstadt Ghanas: Accra. Von dort aus ging es in einer sieben-stündigen Busfahrt durch viele ländliche Regionen in den kleinen Ort Yonso. Namensgeber unseres Partners „Yonso Project“ und Standort unserer Rahmenproduktion sowie der Yonso Project x my Boo Model School. Sie wird seit 2016 gebaut und soll im September diesen Jahrs fertiggestellt werden. Wir waren gespannt, wie weit der Bau fortgeschritten war – insbesondere wenige Monate vor der Eröffnung. Deshalb hat uns dieses Jahr Oliver von der Umweltbank begleitet. Diese hat uns einen Teil des benötigten Geldes, die durch ihre Aktion „Banker on Bike“ zustande gekommen ist, gespendet. Sie haben unsere Vision damit einen großen Schritt nach vorne gebracht und uns mit ihrer Großzügigkeit sehr unterstützt. Verständlich natürlich, dass Oliver sich mit eigenen Augen ansehen wollte, wie sehr uns und den Kindern aus Ghana die Spende weitergeholfen hat.

Da sich an der Schule, seitdem wir das letzte Mal in Ghana waren, schon so einiges geändert hat, gibt’s zu diesem Thema bald noch einen eigenen Blogbeitrag!

Oliver hält die Erfolge im Schulbau fest, um sie seinen Kolleg*innen von der Umweltbank später zeigen zu können.

Der zweite große Punkt auf unserer Liste war eine weitere Verbesserung der Abläufe und Arbeitsprozesse in Ghana. Für uns ist es nicht nur wichtig, dass Mitarbeiter*innen fair bezahlt werden, sondern auch, dass sie stets zu guten Bedingungen arbeiten können.

Wir schauen uns deswegen regelmäßig alle Prozesse an und tauschen uns mit den Arbeiter*innen aus, um zu wissen, was weiter optimiert werden könnte. Wir konnten feststellen, dass sich das Arbeitsleben in unserer Werkstatt weiterentwickelt hat.

Amponsah bei seiner Arbeit an einem Bambusrahmen.

Besonders stolz sind wir darauf, dass wir vielen ghanaischen Frauen zu fairen Arbeitsplätzen verhelfen konnten. Oft ist es in Ghana üblich, dass sie einer großen Belastung ausgesetzt sind. Viele Frauen kümmern sich um Familie und Kinder und müssen parallel dazu viele Stunden am Tag harte Arbeit leisten, um Geld zu verdienen. Als tragender Teil der Wirtschaft des Landes wären sie nicht wegzudenken.

Ghanaische Frauen auf der Straße.

Ebenfalls wichtig auf unserer Reise war es, unsere verschiedenen Rahmenmodelle weiter zu perfektionieren. Unser neuer Produktdesigner Jannis war deswegen das erste Mal dabei. Er ist derjenige in unserem Team, der sich seit ein paar Monaten um optimales Fahrgefühl und das Aussehen der Bikes kümmert.

Jannis behandelt ein Bambusrohr für seine spätere Arbeit an neuen Prototypen.

Jannis und Mitgründer Jonas sind gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen vor Ort verschiedene neue Ideen, Designs und Umsetzungsoptionen durchgegangen, um die Produktion von neuen Rahmenmodellen bestmöglich vorzubereiten. Eine große Rolle spielte dabei Abdul. Als Qualitätsmanager übernimmt er Verantwortung für Endergebnisse und Prozesse. Abdul ist außerdem begeisterter Rennradfahrer und Teil des ghanaischen Nationalteams.

Jonas, Jannis und Abdul besprechen Vorgehensweisen des Rahmenbaus.

Ein Schwerpunkt der Produktentwicklung liegt darauf, die Rahmen auf neue Motorenaufnahmen anzupassen. Im Sommer sollen unsere E-Bikes mit den neuen innovativen Shimano Steps Mittelmotoren E6100, E5000 und E8000 ausgestattet werden. Diese Motoren sind gezielt dafür entwickelt, dem/ der Fahrer*in optimale Fahrunterstützung zu geben. Außerdem werden die neuen Modelle von Shimano immer leichter. Das Fahrrad ist damit selbst für steile Strecken ideal ausgestattet. 

Arbeiten an den Bambusrahmen.
Hier entsteht ein Rahmen mit einer neuen Motorenhaltung.
Auch Mitgründer und Produktentwickler Jonas legt Hand an.

Weiter ging das Programm mit der Übergabe des Deutschen Nachhaltigkeitspreises. Diesen haben wir im letzten Jahr in der Kategorie „Projekt Nachhaltigkeit“ gewonnen und sind darauf mächtig stolz. Es ist für uns aber klar, dass diese Ehrung ohne Kwabena, das von ihm gegründete Yonso Project und das gesamte Team in Ghana natürlich nicht möglich gewesen wäre. Deswegen haben wir uns riesig darüber gefreut, den Preis mit auf unsere Reise zu nehmen und ihn feierlich zu überreichen.

Hightlight des Ghana-Besuchs: Kwabena übergibt den Preis an das Team aus Ghana.

Neben all der Arbeit, die wir in Ghana erledigen konnten, hatten wir trotzdem noch Zeit für ein paar Dinge, die nicht auf unserer To-Do-Liste standen. Wir konnten so einige nette Abende mit Kwabena und dem Team verbringen, wurden mit speziellen ghanaischen Köstlichkeiten bekocht, konnten uns mit einigen der Mitarbeiter*innen im Fußball duellieren, uns den Ort Yonso genauer ansehen und noch mehr über die ghanaischen Menschen und ihre Kultur erfahren.

Insgesamt also eine Zeit, die nicht nur erfolgreich war, sondern auch sehr lehrreich. Wir konnten erneut vieles aus Ghana mitnehmen und sind motiviert nach Deutschland zurückgekehrt. Hier ging's natürlich direkt wieder an's Werk. Ihr könnt also definitiv gespannt auf die Ergebnisse unserer Arbeit sein!

Ein wirklich schöner Abschluss: Gruppenbild mit dem Team.

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