Unser Partner, das "Yonso Project"

„Hab nur ein altes Fahrrad, wo ich auch nicht weiß, wo’s herkommt…“

- Marteria, „Gleich kommt Louis“

Marteria, ein deutscher Rapper, drückt es sehr passend aus, denn das trifft wohl auf die meisten Fahrradbesitzer zu. Oftmals besitzt man ein Fahrrad, von dem man gar nicht genau weiß, woher es kommt und wer es eigentlich genau gebaut hat. Bei der heutigen Massenproduktion der Fahrradbranche ist dies auch nicht weiter verwunderlich.

Um dem entgegen zu wirken, wollen wir euch in diesem Beitrag das soziale Projekt „The Yonso Project“ aus Ghana vorstellen. Dieses soziale Projekt aus einem kleinen Dorf nahe Kumasi stellt für uns seit über einem Jahr in einem kleinen Workshop unsere Fahrradrahmen in liebevoller Handarbeit her.


Heute wollen wir euch spannende Hintergründe und mehr zum Yonso Project näher bringen.

Keine bis schlechte Schulbildung, eine hohe Arbeitslosigkeit,  große Armut,  kaum Aufstiegsmöglichkeiten,  kein Geld für weiterführende Ausbildungen - all das sind Punkte, die auf viele Regionen in Ghana zutreffen. Kwabena Danso will in seinem Heimatdorf Yonso gegen diese Punkte ankämpfen und gründet zusammen mit einigen Freunde das soziale Projekt „the Yonso Project“.

Kwabenas möchte etwas gegen die hohe Arbeitslosigkeit in seinem Heimatdorf tun und eine gute Basis für die Kinder dort schaffen. Diese Basis soll es allen Kindern der Region ermöglichen eine vernünftige Schulbildung wahrnehmen zu dürfen.

Er selbst hatte eine schwierige Kindheit, ist bei seinen Großeltern aufgewachsen und hatte selbst große Probleme den Besuch in der Schule zu finanzieren. Dennoch schloss er die Schule gut ab und absolvierte danach ein Studium der Psychologie an einer ghanaischen Universität in Kumasi.
Danach entschloss er sich sein Wissen und Know-How an seine Heimatregion weiterzugeben und dort das „Yonso Project“ zu gründen. Die großen Probleme, die in Yonso herrschten waren sein Antrieb nach seinem Studium 2006 dorthin zurückzukehren.

Das „Yonso Project“ kämpft vor Ort gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit, finanziert Schulstipendien, Schulrenovierungen, Bibliotheken und vergibt Mikrokredite für junge Frauen, die sich damit einen kleinen Straßenladen aufbauen können, um mit dem Verdienst ihr Familie zu ernähren.

Neben diesen Projekten bietet das „Yonso Project“ einen Workshop, in dem sie Bambusfahrradrahmen in Handarbeit herstellen. Diese Idee wurde 2009 in Zusammenarbeit mit einem kalifornischen Professor und dem „Yonso Project“ gegründet. Das  „Yonso Project“ nahm Kontakt zu diesem Professor auf und er errichtete die erste Produktionsstätte in Yonso und lehrte den Mitarbeitern die Kunst des Bambusfahrradrahmenbaus. Anfangs stellten sie nur wenige Fahrradrahmen im Jahr her und exportierten diese auch ausschließlich in die USA.

Seit Ende 2012 arbeiten wir mit diesem sozialen Projekt aus Ghana zusammen und im letzten Jahr konnten wir dort sogar mithelfen eine neue Werkstatt zu finanzieren, in der unsere Fahrradrahmen jetzt unter weitaus besseren Bedingungen gebaut werden. Stolz können wir berichten, dass mittlerweile auch die erste Frau in dem Workshop arbeitet.
Momentan verdienen ca. 15 junge Leute in diesem Workshop ihren Lebensunterhalt und sind von Montag bis Freitag damit beschäftigt eure my Boo Bambusfahrradrahmen herzustellen.

Mit großer Hingabe und Liebe zum Detail werden die Fahrradrahmen in 80-90 Stunden Handarbeit hergestellt und  veredelt, bevor sie dann zu uns nach Deutschland kommen.

Mit jedem verkauften Fahrrad wird automatisch ein Schulstipendium für ein Kind vor Ort in Ghana finanziert und das gesamte „Yonso Project“ unterstützt.

Wir sind sehr stolz einen so verlässlichen und fairen Partner in dem „Yonso Project“ gefunden zu haben und sind froh, dass wir einen kleinen Teil dazu beitragen können dieses soziale Projekt weiter zu fördern!

Falls ihr noch mehr über das „Yonso Project“ erfahren wollt, besucht einfach deren Internetseite http://www.yonsoproject.org/.




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