Tag 2 - Volksfest in Jamasi

Es ist 6.00 Uhr morgens und Zeit aufzustehen. Um 8 Uhr geht unser gut einstündiger Inlandsflug mit Antrak Airline in das knapp 300km nördlich von Accra liegende Kumasi, die zweit größte Stadt Ghanas. Unser Gepäck ist schon am Abend zuvor mit dem Bus auf die Reise nach Kumasi gegangen, um später von dort abgeholt und nach Yonso, dem Ort unserer Unterkunft, gebracht zu werden..

Der Tagesplan für heute: Das Yonso Project weiht heute Computerarbeitsplätze für 4 Schulen in der Ashanti-Region ein. Im Zuge dessen findet eine große Veranstaltung  zur offiziellen Übergabe der Computer statt. Nach dem gut einstündigen Flug geht es also mit dem Auto weiter in das 2 Stunden nördlichere Jamasi. Niklas, unser Mann in Ghana und Ideengeber, wartet am Flughafen Kumasi  (nervös, weil er am Abend unserer Landung in Accra weder uns noch Kwabena erreichen konnte und dementsprechend nichts von uns gehört hat) auf uns und so sind wir dann endlich vollständig.

Es herrscht Volksfeststimmung, laute Musik kommt aus den überdimensionalen Boxen und alle sind sehr fröhlich. Der erste Eindruck bestätigt sich schnell. Alle Ghanaer sind super aufgeschlossen und freundlich zu uns, super. Dann beginnt die Veranstaltung. Die Chiefs (traditionelle Führungspersonen der Gemeinden, so etwas wie  Bürgermeister) der Communities werden mit großem Respekt begrüßt, ein gemeinsames Gebet und dann mehrere Reden. Dazwischen immer wieder Musik und teils moderner, teils traditioneller Tanz. Zum Abschluss hält Kwabena eine sehr leidenschaftliche Rede zur Bildungssitution in Ghana, in der er auch anhand seiner eigenen Biographie die Wichtigkeit formeller Bildung, aber auch die Problematik der Finanzierung von Bildung herausstellt, und dann werden die Schlüssel für die Arbeitsplätze übergeben. Schön, einmal live zu erleben wie das Yonso Project sich engagiert.

Ein kurzer Snack am Straßenrand (Reis mit Stew, uns wird aber auch Yam zum Probieren gegeben, eine Art Wurzel die ähnlich verwendet wird wie Kartoffeln und auch sehr ähnlich schmeckt) und dann geht es ab zu unserer Unterkunft. Kwabena hat ein sehr schön ausgestattetes Gästehaus für uns gefunden. Allerdings befindet sich dieses noch im Bau und so haben wir leider im Schlafraum kein Licht und nicht immer fließendes Wasser. Aber jeder hat ein Bett, das ist sowieso das Wichtigste!




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