Flaschenpost per Bambusfahrrad

„Es ist acht Uhr morgens - ein gewohnt grauer Dienstagmorgen in der Fördestadt Kiel. Und eigentlich hält sich meine Lust - bei einer derartig trüben Suppe am Firmament - mein Bett, geschweige denn meine Wohnung um diese Uhrzeit zu verlassen, meistens in Grenzen. Doch an diesem speziellen Dienstagmorgen ziehen mich ein bislang unbekannter Elan und eine prickelnde Vorfreude fröstelnd aus den Federn. Im Keller wartet ein kleines Stück afrikanischer Sonnenschein auf mich und darauf, endlich ausgefahren zu werden: Das my Afram Bambusfahrrad von my Boo. Es ist mein Begleiter auf zwei Rädern bei meiner heutigen Kurierfahrt. Die Fracht: Die Flaschenpost der Veranstaltung "Kiels Spitzen". Flaschenpost per Bambusfahrrad.

Schon beim Anblick des Fahrrads - mit dem in Ghana fair und nachhaltig produzierten Rahmen aus Bambus - wird einem ganz warm ums Herz, denn optisch ist das Bike ein echter Hingucker. Der Rahmen aus dicken Bambusstäben, die mit Hanfseilen und Harz verbunden sind, ist sauber bedruckt und lackiert und macht, ebenso wie die ganz in schwarz gehaltene Hardware, gleich auf den ersten Blick einen robusten und hochwertigen Eindruck. Wenn man das Fahrrad anhebt, erlebt man gleich die erste kleine Überraschung! Mit etwa 14 Kilogramm ist das my Afram zwar nicht gerade ein Fliegengewicht, muss sich aber auch nicht vor anderen City- und Trekkingrädern verstecken und fühlt sich, in Relation zu der wuchtigen Erscheinung der Bambusstreben angenehm leicht an.

Auch auf den ersten Metern in freier Wildbahn zeigt die ghanaische Schönheit, dass sie nicht nur gut aussehen, sondern auch gut fahren kann und vor allen Dingen sehr sauber und sorgfältig zusammengebaut wurde. Typische Kinderkrankheiten wie ein knarzender Lenker oder quietschende Pedale? - Fehlanzeige!

In Kurvenlage sorgt die natürliche Dämpfung des Bambus und gleichzeitige Steifigkeit  für ein etwas irritierendes Fahrgefühl. Aber ein paar Kreuzungen und Abzweige später, hat man sich daran gewöhnt. Die ersten Lieferungen des Tages gingen zum gut zehn Kilometer entfernten Schilkseer Ostseestrand. Im Anschluss konnte das my Afram seine Offroadtauglichkeit am Nord-Ostsee-Kanal beweisen. Dort wurde ich von einem Fischer angehalten, der sich später als passionierter und pensionierter Rennradfahrer entpuppte, der bereits Trainingspartner von Jan Ulrich war und sich auf den ersten Blick in das Bambusbike verliebte. Weiter führte die Route durch die Innenstadt, am Rathaus vorbei und schlussendlich zum Ostufer, wo nach knapp 120 Kilometern die letzten Lieferungen erfolgreich abgegeben werden konnten.“

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Keno Stocks ist einer der wenigen Fahrradkuriere Kiels und hat unser Bambusbike bei einem seiner typischen Arbeitstage auf Herz und Nieren getestet.

Zum Schluss möchten wir euch auch nicht Kenos Fazit vorenthalten:
„Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Mode- und Lifestylebike für Surfer und Individualisten, entpuppt sich nach 120 Kilometern auf Straße, Kopsteinflaster, Matsch und Geröll als sportliches und grundsolides Arbeitstier, mit dem man richtig Spaß haben kann. Steif, robust, todschick und bequem vereint das myBoo myAfram alle Vorteile von Rennrad, Mountainbike und City-Tourer. Der Rahmen aus nachhaltigem und fair gehandeltem Bambus, lässt einen mit gutem Gewissen durch die Straßen fahren. Die hochwertigen Komponenten lassen einen nicht im Stich und das außergewöhnliche Design zieht die Aufmerksamkeit aller Passanten auf sich.“

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Wir haben uns sehr über diese spontane und doch sehr schöne Zusammenarbeit gefreut und stehen immer noch in Kontakt mit Keno. Es gibt fast keine bessere Möglichkeit, als das Fahrrad von jemandem, der täglich sehr viel Fahrrad fährt und schon einige Fahrräder ausprobiert hat, im Alltag testen zu lassen.

Falls ihr mal einen Kurierfahrer im Kieler Raum sucht, dann besucht einfach mal die Seite von KielKurier (www.kielkurier.de)  oder folgt ihm auf Facebook (www.facebook.com/kielkurier).

Habt ein schönes Wochenende und bis zum nächsten Blog!




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