Felix Abels besucht das Yonso Project

Und es gibt noch mehr Neuigkeiten aus Afrika zu berichten! Denn am 7. Februar ist auch Felix Abels nach Ghana aufgebrochen. Er schwärmte bereits seit einiger Zeit davon, den Kontinent Afrika zu bereisen und informierte sich dementsprechend über soziale Projekte vor Ort.

Felix stellt sich euch am besten selbst kurz vor:

 „Ich heisse Felix Abels, bin 19 Jahre alte und lebe in Köln. Durch meine Projektarbeit bei Heroes bin ich während zahlreicher Workshops  mit verschiedensten Weltvorstellungen konfrontiert worden. Daher resultiert auch das Interesse, mich selbst mit fremden Welten und Kulturen auseinanderzusetzen. Im Oktober war ich bereits 10 Tage in Brasilien, als aktives Mitglied des Interkulturellen Austausches zwischen den Städten Köln und Rio de Janeiro. Doch dazu gibt es ein anderes Tagebuch. :-)  Ich habe großes Interesse daran, Einblicke in fortschrittliche Entwicklungsprojekte zu erhalten und Freiwilligenarbeit zu leisten. Denn ich möchte auch den Umgang mit unbezahlter Arbeit lernen, dafür aber lebenslange Erfahrungen sammeln können.“

Scheint, als hätten alle viel Spaß bei der Arbeit. :-)

Durch einen glücklichen Zufall kam es dann auf der Intermot in Köln zu einem Treffen und Gespräch zwischen Felix und uns, von my Boo. Durch sein Interesse an fremden Welten, Kulturen und Entwicklungsprojekten sprach ihn unser Projekt in Ghana sofort sehr an. Nach kurzer Planung und in Absprache mit unserem Partner Projekt in Ghana, konnte es für Felix losgehen. Sein Ansprechpartner vor Ort ist Kwabena Danso, der Gründer und Leiter des Yonso Projects, bei dem er auch wohnen wird.

Kwaben Danso auf einem seiner Bambusfahrräder.

Anfang Februar war es also soweit und nach Zwischenstopps in München und Accra erreichte er nach drei Tagen Flugmarathon Ghanas zweigrößte Stadt Kumasi.

Den anfänglichen Kulturschock überwindet er schnell und von Tag zu Tag pendelt sich die Normalität mehr ein. Vor Ort hilft er bei der Produktion der Fahrradrahmen und beim Bau der Schule, was ihn zwar körperlich sehr beansprucht, aber trotzdem mehr als glücklich macht. In einer Mail schreibt er uns:

„Die außerordentliche Zusammenarbeit und Hilfsbereitschaft untereinander ist wirklich verblüffend. Natürlich wird auch viel gespaßt, doch mit vergnüglicher Handymusik verstreichen die Arbeitsstunden mindestens zweimal schneller. Nach kürzester Zeit erhalte ich bereits meinen Spitznamen und fühle mich seitdem als ein Teil des gesamten Teams. Innerhalb meines ersten Monats in Ghana entsteht unter unaufhaltsamer “Man-Power” die große Erweiterung der Fabrik.

Vom Mauerwerk, zum Dachgestell, über die Gitterverkleidung mit Fliegennetzen, bis hin zum fertigen Boden und der kompletten Aluminiumbedachung, findet jeder Arbeitsschritt mit den eigenen Händen statt. Ich bin wirklich schwer beeindruckt und versuche mir viele dieser Arbeitstechniken anzueignen. Dies gelingt mir auch überwiegend und ich kann Teilaufgaben übernehmen. Mit vielen Eindrücken, bewegenden Momenten und ungebremsten Fortschritt in großen Schritten geht mein erster Monat in der neuen Welt schnell rum. Die Bambusreste häufen sich, die Arbeitsmaterialien nutzen ab und die Sonne wandert immer weiter über den Himmel.

Die gesamte Produktion geht voran, auch wenn quasi einmal täglich der Strom für 2 Stunden ausfällt, aber dafür gibt es hier ja Generatoren. Diese werden auch genutzt und deshalb geht die Arbeit immer schnell weiter. Besonders wichtig ist während den Arbeitsstunden die Zufuhr von genügend Wasser. Hier in Ghana trinke ich Wasser aus Plastiktüten, wasche meine Hände mit Wasser aus einer Regentonne und stehe mit Sandalen an meinem Arbeitsplatz. Mein Transport zur Arbeit ist ein wirklich einmaliges Gefühl. Denn ich sitze mit den anderen Arbeitern auf der Ladefläche unseres Pick-Ups , dem Booomers Bus und genieße die Aussicht auf die kilometerlangen Grünlandstriche. Ob das in Deutschland auch möglich wäre, ich denke nicht. Doch ich bin ja hier in Afrika :-).

Alles Liebe aus Ghana, sonnigste Grüße und lasst euch nicht unterkriegen im kühlen Deutschland! Bis auf baldige Worte, euer Felix.“

Wir hoffen, dass es dir weiterhin so gut gefällt und du Erfahrungen sammeln kannst, die du nie wieder vergisst, lieber Felix!

Falls ihr Lust habt, Felix' Reise weiter zu verfolgen, schaut gern wieder hier im Blog oder auf Facebook vorbei. Wir werden euch auf dem Laufenden halten. :-)

Zurück

Pfeil Toplink