Artikel in der SHZ

Wir freuen uns, dass am gestrigen Donnerstag ein schöner Artikel über uns im Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag erschienen ist. Unser Konzept und die Idee hinter my Boo sind schön beschrieben und auf den Punkt gebracht. Langsam, aber sicher füllt sich damit unser Presse- und Medienarchiv. Wir werden nach und nach dort alle interessanten Video, Bilder und Beiträge zu my Boo posten. Es lohnt sich also dort immer mal wieder reinzuschauen.

Hier jetzt der Orginalartikel im Zitat:

"Studenten entwickeln Bambus-Räder
 
Jonas Stolzke (21) und Maximilian Schay (22) aus Kiel gehen mit eigener Firma "My Boo" an den Start / Bambus-Rahmen aus Ghana

Kiel. Sehen so die Unternehmer von morgen aus? Jonas Stolzke (21) und Maximilian Schay (22) sind zwar noch Studenten, haben aber bereits die Firma "My Boo" gegründet. Das bedeutet auf Englisch so viel wie "Mein Liebling". Die Lieblingsprodukte der beiden sind Bambusfahrräder - und die wollen sie verkaufen. Die Rahmen importieren sie aus Ghana. In Rendsburg werden die Räder fertig montiert. Im September soll die Serienproduktion mit rund 15 Exemplaren pro Monat beginnen. 

Letzten Sommer erzählte den beiden Freunden jemand von Bambus-Rädern, die er in Ghana gesehen hatte. Die Idee war geboren. "Wir haben viel recherchiert", erzählt Maximilian Schay. Je mehr die beiden Kieler BWL-Studenten über die Herstellung der Räder und die Eigenschaften des Materials erfuhren, desto begeisterter waren sie. "Ein Rahmen aus Bambus ist sogar stabiler als aus Aluminium", ist sich Schay sicher. Sie nahmen Kontakt nach Ghana auf, gründeten im Dezember "My Boo".

In dem kleinen Dorf Yonso im Herzen Ghanas begann man auf Initiative der Nichtregierungsorganisation Yonso Project schon vor ein paar Jahren mit der Herstellung von Bambusfahrrädern. Die lokale Hilfsorganisation vergibt Mikrokredite und pro Jahr mehrere Hundert Stipendien für Schulkinder in der Umgebung. "Das Dorf besteht eigentlich nur aus einer Straße mit Lehmbauten", meint Maximilian Schay. "Es gibt kein fließendes Wasser und Strom nur für den halben Tag". Aber in der regenreichen Gegend wächst viel wilder Bambus. "Ghanaischer Bambus hat eine sehr dicke Außenwand und ist deswegen sehr gut geeignet für einen stabilen Rahmen", erklärt er. Die Rohre werden vor Ort zugeschnitten und an den Verbindungsstellen mit Hanfseilen umwickelt. Diese sind mit Epoxidharz getränkt. Nachdem das Harz ausgehärtet ist, sind die Rohre sehr stabil miteinander verbunden. "Um den Rahmen zu zersägen, bräuchte man schon eine Motorsäge", meint Jonas Stolzke. Der Rahmen wird von Hand abgeschliffen, bis er glatt ist. Damit der Bambus nicht anfängt zu schimmeln, wird er in Deutschland lackiert.

Die Jungunternehmer haben einen Teilhaber aus Brunsbüttel gefunden, der ihnen das nötige Kapital zur Verfügung stellte. "Wenn wir uns Geld bei einer Bank geliehen hätten, hätte der soziale Aspekt wahrscheinlich gelitten", sagt Jonas Stolzke. Die beiden braungebrannten Studenten wollen ihr Geld nämlich sozial und ökologisch nachhaltig verdienen. Die Gewinne durch den Rahmenbau in Afrika kommen vollständig dem Yonso Project zugute. Von dem Preis für jedes in Deutschland verkaufte Fahrrad soll ein Schulstipendium finanziert werden. . Ein Kieler Bambusfahrrad von "My Boo" soll je nach Ausstattung rund 2000 Euro kosten."

von: Ove Bornholt

Quelle: http://www.shz.de/nachrichten/lokales/landeshauptstadt-kiel/artikeldetails/artikel/studenten-entwickeln-bambus-raeder.html




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